o2
![]() |
Die heutige Telefonica O2 Germany ist aus der früheren VIAG Interkom respektive der O2 Germany hervor gegangen. O2 ist der viertgrößte Mobilfunkbetreiber in Deutschland.
VIAG Interkom war seit der Gründung 1995 im Besitz der VIAG, die später in E.ON umbenannt wurde. Zusätzlich waren mit 45 % die British Telecom und das norwegische Telekommunikationsunternehmens Telenor beteilit.
2000 übernahm British Telecom das Unternehmen komplett, denn E.ON zog sich aus der Telekommunikation zurück.
Das deutsche Tochterunternehmen VIAG Interkom vollzog ebenfalls eine Trennung und verkaufte das Festnetzgeschäft an British Telecom. 2002 wurden dann die Namen der aus VIAG Interkom entstandenen Unternehmen an die der jeweiligen Mutter angepasst. Um Verwechslungen mit der Vodafone-Mobilfunktochter Mannesmann Mobilfunk GmbH (mmo) und deren früherer Bezeichnung D2 zu vermeiden, verständigte man sich mit Vodafone darauf, in Deutschland nur die Bezeichnung O2 oder o2 zu verwenden.
Momentan verfügt O2 über ein Mobilfunknetz aus rund 13.200 GSM- und 8.600 UMTS-Stationen.
Durch den Ausbau des eigenen Netzes wird das bisher zur Flächenabdeckung genutzte so genannte National Roaming im T-Mobile-Netz sukzessive zurückgefahren.
Hier gab es in der vergangenen Zeit Ärger mit Kunden, da in einigen Fällen das Roaming bereits abgeschaltet wurde, bevor O2 die Netzversorgung durch eigene Mobilfunkmasten sichergestellt hatte. Dies führte dazu, dass Kunden an betroffenen Standorten plötzlich über schlechteren Netzempfang, abbrechende Gespräche, undeutliche Sprachqualität oder schlimmstenfalls über Funklöcher klagten. O2 bewies dabei teilweise eine sehr unkulante Haltung und drängte auf die kundenseitige Erfüllung der Verträge bis zum Ende der Laufzeit, obgleich die Mobilfunknutzung am Kundenstandort kaum noch möglich war.
Mittlerweile wird aber bei Umbau bedingten Netzproblemen dem betroffenen Kunden meist eine Grundgebührenbefreiung bis zu sechs Monaten angeboten.
O2 wurde der Vorreiter bei den Online-Verträgen, bei denen die gesamte Abwicklung des Mobilfunk-Vertrags über das Internet und kostenpflichtige Rufnummern abläuft. Zudem hat der Kunde keinen Anspruch auf Service in Filialen. Der Vorteil für den Kunden ist ein Rabatt beziehungsweise Frei-SMS bei Vertragsabschluss mit einem subventionierten Handy.
Das bekannteste Produkt von O2 ist Genion. Dieser Tarif ermöglicht dem Kunden, in einem bestimmten, definierten Bereich (die so genannte „Homezone“) für einen stark vergünstigten Tarif zu telefonieren. Mit der Zuteilung einer Festnetznummer, unter der der Kunde innerhalb dieser Zone erreichbar ist, soll ein vollwertiger Ersatz zu einem herkömmlichen Festnetzanschluss angeboten werden. Mittlerweile haben aber die Mitbewerber mit vergleichbaren Tarifmodellen Anschluss gefunden.
Als letzter Netzbetreiber war O2 2006 der letzte Netzbetreiber, der einen deutschlandweiten Flatratetarif einführte. Mit diesem Genion L-Tarif kann der Kunde innerhalb Deutschlands Gespräche ins Festnetz und ins Netz von O2 zum Pauschalpreis führen. Seit 2007 bietet O2 mit Genion XL sogar eine Flatrate an, mit der man unbegrenzt in alle deutschen Mobilfunknetze und ins deutsche Festnetz telefonieren kann. Auch die Umts Flatrate.
Um an den Markterfolg von Mobilfunk-Discountern anzuschließen, bietet O2 seit 2006 mit Genion S (ohne subventioniertes Handy) einen Postpaid-Genion-Laufzeitvertrag mit Minutenpreisen auf Discounter-Niveau an - ohne Grundgebühr und auch ohne Mindestumsatz, zudem ist der Vertrag jederzeit mit einer Frist von sechs Wochen zum Monatsende kündbar.
Daz kamen weitere Produkte auf Minutenbasis, die ersten Daten-Tarife mit den surf & fun-Tarifen. O2 entwicklete immer wieder neue Marketingstrategien um sich von anderen Anbietern abzuheben.
Prepaid-Angebote werden von O2 unter dem Namen O2 LOOP vermarktet. Und seit 2007 gibt es von O2 den ersten eigenen Discounter unter dem Namen FONIC.
Bis Ende 2008 strebt O2 an, vollständig CO2-neutral zu werden und nur noch Ökostrom zu beziehen, wo immer dies auch möglich ist.
