MOBILCOM
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Die Mobilcom AG war ein börsennotiertes Unternehmen im Telekommunikationssektor und war 1991 von Gerhard Schmid gegründet worden. Mobilcom war hauptsächlich als Mobilfunk-Service Provider aktiv, zwischen 1998 und 2003 aber auch als Verbindungsnetzbetreiber (Anbieter von Call-by-Call und Preselection).
Mobilcom stieg als eines der ersten Unternehmen in das Börsensegment Neuer Markt ein und schrieb Wirtschaftsgeschichte, der Unternehmenswert stieg zeitweise in zweistellige Milliardenhöhe.
Der Versuch ein UMTS-Netz aufzubauen, brachte dem Unternehmen erhebliche finanzielle Schwierigkeiten. Sehr hohe Kosten durch den Erwerb der Lizenz und dem Aufbau des Netzes brachten Mobilcom 2002 an den Rand der Insolvenz.
Der Aktienkurs fiel stark, so dass 2002 Mobilcom erstmals ein so genannter Penny-Stock wurde.
Ende 2002 wurde der Plan zum Aufbau des UMTS-Netzes aufgegeben. 2002 wurden dadurch Abschreibungen von fast 10 Milliarden Euro erforderlich. Der Großaktionär France Télécom übernahm UMTS-Schulden in Höhe von rund 7 Milliarden Euro und es wurden insgesamt 3,4 Milliarden Euro Verlust erwirtschaftet.
Das Projekt UMTS-Netz wurde aufgegeben und die bereits bestehende Technik an E-Plus verkauft.
2003 schaffte Mobilcom die Wende, die drohende Insolvenz konnte dank einer Schuldenübernahme durch die France Télécom und mit staatlichen Finanzhilfen, die in Form von Bürgschaften für benötigte Kredite gewährt wurden, abgewendet werden. Die frühere Tochter Freenet hat das Festnetzgeschäft von Mobilcom übernommen. Danach konzentrierte sich Mobilcom auf das Geschäft als Service-Provider, also die Vermarktung von Mobilfunkverträgen für die Netzbetreiber T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2. Die Produkte wurden über eine als Franchise-System geführte Ladenkette und Vertriebspartnerschaften angeboten.
Die Mobilcom AG hat am 3. März 2007 mit der Freenet.de AG fusioniert und firmiert nun unter dem Mantel der Freenet AG.
Die heutige mobilcom Communicationstechnik GmbH ist eine Gesellschaft im freenet-Konzern.
Die Marke mobilcom bleibt als Vertriebsplattform für Mobilfunk-Verträge erhalten, die sich an den Mobilfunknetzbetreiber-Angeboten orientieren. Man kann dort einen Handyvertrag und Handybundles abschließen.
Die als Franchise-Betriebe geführten mobilcom-Shops sollen ihren Namen weiterhin behalten. Dort werden neben Mobilfunk-Verträgen der verschiedenen Anbieter nun auch verstärkt Internet- und Festnetzprodukte der Freenet verkauft.
