Slider-Handy
Als Slider-Handy oder auch kurz als „Slider“ bezeichnet man ein Mobiltelefon, das aus zwei Teilen, einem Gehäuseoberteil und einem Gehäuseunterteil besteht, die gegeneinander verschiebbar gelagert sind..
Dabei beinhaltet die obere Gehäusehälfte das Display, außerdem meist die Navigationstasten und die Tasten, die einer Gesprächsannahme oder -beendigung dienen. Letztendlich also die wichtigen Tasten, die der Steuerung der Grundfunktionen des Handys dienen.
Die Tastatur, die sich auf der unteren Gehäusehälfte befindet und im Ruhezustand abgedeckt ist, wird durch das Hochschieben der oberen Gehäusehälfte freigelegt.
Durch diese Bauweise kann ein verhältnismäßig großes Display platzsparend in das Mobiltelefon integriert werden.
Die wichtigsten Funktionen sind auch bei eingeschobener Tastatur durch die in der oberen Gehäusehälfte integrierten Steuerungs- und Navigationstasten bedienbar.
Genauso kann in diesem Zustand auch ein Telefongespräch angenommen oder beispielsweise eine SMS abgerufen und gelesen werden.
Auch andere Zusatzfunktionen, die heute vermehrt in Mobiltelefonen integriert werden, sind in diesem eingeschobenen Zustand verfügbar – so beispielsweise ein Music-Player oder eine Kamera. Dabei ist das Handy in der Bedienung insgesamt handlicher, da es trotz eines großen Displays nicht die Größe eines konventionellen Riegel- oder „Brick“-Handys erreicht und außerdem die nicht benötigte Tastatur „verschwunden“ ist und somit weniger Fehlbedienungen möglich sind.
Die Tastatur ist eigentlich nur noch zum Schreiben von Kurznachrichten oder zur Eingabe von nicht gespeicherten Telefonnummern nötig.
Im Jahr 1998 brachte die Firma Siemens eines der ersten Slider-Handys, das SL 10, auf den Markt.
Bei den modernen Touchscreen-Mobiltelefonen, die überwiegend über das Display mit dem Finger bedient werden, findet man öfters auch noch eine zusätzliche Tastatur, die wie bei den Slidern ebenfalls ausgeschoben werden kann.