Klapp-Handy
Als klapp-Handy werden im Allgemeinen Mobiltelefone bezeichnet, die aus zwei beweglich mit einander verbundenen Teilen bestehen. Das eine Teil beinhaltet die Tastatur, die über das andere Teil, welches das Display beherbergt, geklappt werden kann. Das ganze funktioniert im Kleinen wie bei einem Notebook.
Dadurch kann das verhältnismäßig große Display verhältnismäßig platzsparend untergebracht werden. Das Mobiltelefon wird in den Außenabmessungen, außer in der Dicke, ein ganzes Stück kleiner.
Zudem ist das meist empfindliche Display im Ruhezustand vor Beschädigungen geschützt.
Um dem Besitzer trotzdem die notwendigsten Informationen zur Verfügung zu stellen, besitzen die meisten Klapphandys ein zweites, außen (auf der Rückseite des eigentlichen Display-Gehäuses) liegendes kleineres Display.
Dieses zweite Display zeigt meist im Ruhezustand die Uhrzeit und das Datum oder ähnliches an. Im Fall eines eingehenden Anrufes werden die wichtigsten Informationen über den Anrufer, also Rufnummer oder den dazu gehörigen, gespeicherten Namen an. Auch Informationen über eingegangene SMS und eventuell den Akkuzustand findet man auf diesem zusätzlichen Display.
Viele Besitzer von Klapphandys sehen den guten Displayschutz und die einfache Rufannahme durch Aufklappen des Handys als Vorteil an.
Oft wird aber auch die umständlichere Handhabung, manchmal auch die Dicke des zugeklappten Gerätes oder zu erwartende Probleme mit dem Scharnier des Klappmechanismus – im Gegensatz zum Riegel-Handy oder „Brick“ - als nachteilig angesehen.
Das erste klappbare Handy brachte Mitte der 1990-er Jahre die Firma Motorola auf den Markt.
Diese Geräte konnten sich anfangs wirklich nicht auf dem Markt durchsetzen, da es öfters zu Störungen der elektrischen Verbindung zwischen den beiden teilen des Handys kam.
Erst als diese Probleme tatsächlich beseitigt waren, konnte sich das Klapp-Handy außer in Japan und den USA auch hier besser durchsetzen.