Videotelefonie
Die Videotelefonie mit dem Handy ist eine sich mittlerweile immer weiter verbreitende Möglichkeit, den Gesprächspartner nicht nur zu hören, sondern auch live zu sehen.
Der Traum des Bild-Telefons, wie es ursprünglich genannt wurde, ist schon auf die 1930-er Jahre zurück zu führen. Schon vor dem Zweiten Weltkrieg experimentierte Georg Oskar Schuberth an einem solchen verfahren. Technisch realisierbar war es erst in den 1980-er Jahren im Festnetz, konnte sich aber nie richtig durchsetzen, da die Endgeräte (Deutsche Telekom mit dem T-View 100) einfach zu teuer waren.
Das, was bisher nur in „Video-Konferenzen“ im Festnetz, mit entsprechendem technischen Aufwand, oder im Internet möglich war, kann man aber mittlerweile auch mit dem Handy erleben.
Denn seit einiger Zeit bieten auch Mobiltelefone, die mit einer entsprechenden Kamera ausgestattet sind, die Möglichkeit der Videotelefonie, oder richtiger ausgedrückt, der Bild-Telefonie.
Hierzu haben die Geräte eine Kamera auf der Frontseite des Gerätes, bei Kamera-Handys ist also zusätzlich zur auf der Rückseite integrierten eine zweite Kamera auf der Frontseite integriert. Diese zweite Kamera ist meist oberhalb des Displays eingebaut und verfügt meist nur über eine VGA-Auflösung – dadurch wird die Menge der zu übertragenden Daten begrenzt.
Das Handy muss aber auch über die nötigen anderen technischen Möglichkeiten verfügen. So muss es möglich sein, frei zu sprechen, da man, um sein Bild zu übermitteln, das Handy vor sich halten muss. So sieht der Gesprächspartner, ob man sich im Haus oder Garten aufhält.
Zudem ist eine schnelle Datenübertragung via UMTS erforderlich, da die Videotelefonie eine weitaus höhere Datenübertragungsrate bedingt, als es ein Telefongespräch.
Eine weitere Verbreitung der Videotelefonie ist auch davon abhängig, dass die entsprechenden Tarife – gerade für eine schnelle Datenübertragung und das nötige Datenvolumen – entsprechend sinken.
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