UMTS
UMTS > Universal Mobile Telecommunicatios System > engl. universelles mobiles Telekommunikations System
Es bezeichnet den 2001 eingeführten Mobilfunkstandard der 3. Generation (3G) der deutlich höhere Übertragungsraten, zwischen 384 kbit/Sekunde bis zu 7.2 Mbit/s) ermöglicht. Im Gegensatz dazu sind mit dem GSM-Standard (2G) nur Übertragungsraten von 9.6 kbit/s bis zu 220 kbit/s möglich.
Durch immer weiter entwickelte Technologien der Handys, vor allem die Möglichkeit des Internetzugriffs, war der GSM-Standard nicht mehr ausreichend. Die Möglichkeiten, z.B. des Internetzugangs waren angesichts der geringen Übertragungsraten zu stark eingeschränkt.
Die höheren Übertragungsraten werden durch die neue Funkzugriffstechnik Wideband CDMA ermöglicht. Zudem können UMTS-fähige Endgeräte, also Handys, mehrere Datenströme gleichzeitig senden, respektive empfangen.
Durch diese Technik ist beispielsweise Telefonieren und der gleichzeitige Empfang von Emails möglich.
Und es wird der Zugang zu „normalen“ Internetseiten ermöglicht, was früher nur in begrenztem Umfang auf speziell für den Mobilfunkbedarf, im Umfang stark beschnittenen, Seiten mit WAP möglich war.
Auch die heute auf Handys verfügbaren Multi-Media-Funktionen, wie beispielsweise Online-Spiele auf dem Handy oder Fernsehempfang wären ohne diesen Standard nicht möglich geworden.
Die Lizenzen für UMTS wurden an die Mobilfunk-Betreiber im Jahr 2000 versteigert. Die sechs Lizenzen wurden zu je 16 Milliarden vergeben. Diese sehr hohen Kosten ließen eine Akzeptanz bei den Kunden anfangs nur sehr zögerlich entstehen, denn die enormen Kosten mussten über die Tarife wieder eingebracht werden.
Mittlerweile ist der Ausbau der UMTS-Netze sehr weit fortgeschritten. Dadurch ist auch die Akzeptanz der Nutzer immer besser geworden – vor allem, da auch die Tarife für UMTS deutlich gesunken sind. Es gibt jetzt sogar schon UMTS Prepaid Angebote.