O2 Roaming
Kategorie: o2
Wegen des angeblich so gut voranschreitenden Ausbau des eigenen Netzes schränkt der Anbieter O2 sein Roaming im D1-Netz immer weiter ein.
Dadurch können Kunden teilweise nicht mehr in der Bahn telefonieren, aber noch schlimmer: auch zuhause haben sie kein Netz mehr und können daher nichts mehr mit ihrem O2-Vertrag anfangen.
Schon im vergangenen Jahr hat deswegen das Amtsgericht München einem klagenden Kunden Recht gegeben und O2 dazu verurteilt, den Kunden rückwirkend aus dem Vertrag zu entlassen. Der Kläger konnte an seinem Wohnort seit Dezember 2006 das D1-Netz nicht mehr nutzen und das O2-Netz war nicht verfügbar.
O2 versuchte sich zwar zu rechtfertigen, dass die Netzabdeckung nicht an jedem Ort garantiert werden kann, nutzte nichts. Das Gericht entgegnete dem aber, dass der Kunde sehr wohl auch weiterhin telefonieren könne, wenn O2 dies nicht durch die Sperre des D1-Netzes verhindern würde. Und die Sperre wieder aufheben wollte O2auch nicht.
Ein Fall von wahrscheinlich sehr vielen, in dem der Betroffene klagte und Recht bekam.
O2 forciert seine eigene Billigmarke FONIC und den Ausbau des eigenen Netzes, das aber ganz offensichtlich zu Lasten der bisherigen Kunden. Es wurden nicht nur die Roamingprobleme aufgeworfen, sondern man hatte ja auch schon die Tarife für Sonderrufnummern erhöht.
Das alles soll einer besseren Wirtschaftlichkeit dienen. Aber ob man deswegen Kunden verlieren will. Es scheint so.
Mittlerweile bietet man betroffenen Kunden die Kulanzkündigung laufender Verträge an. Doch auch das kostet den Kunden Zeit und Nerven. Erst sitzt der Kunde im Funkloch, dann muss er sich um einen neuen Handyvertrag kümmern,muss seine Rufnummer portieren lassen (denn wer will schon überall seine neue Nummer verteilen müssen?) bis dahin vergehen im besten Fall einige Tage. In dieser zeit gehen Geschäftsleuten Kunden-kontakte verloren,der private Nutzer ist für Bekannte nicht erreichbar.
Ob man bei O2 glaubt, dass man so seinen Status verbessern kann?