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07.02.09 19:53 Alter: 3 Jahre

Notrufsystem eCall per Mobilfunk

Kategorie: Mobilfunktechnik

Entsprechend der EU-Initiative eCall sollen spätestens ab 2010 Neufahrzeuge nach einem Unfall selbständig einen Notruf absetzen.

 

Wie die Rettung nach einem Unfall funktioniert, hängt von vielen Faktoren ab. Einer davon ist, ob Verunglückte überhaupt Hilfe rufen können oder eben ein Unbeteiligter Hilfe herbeiruft. Denn ohne Notruf kommt kein Notarzt, keine Polizei, keine Feuerwehr. Und bei schweren Verletzungen ist schnelle Hilfe lebensrettend.

Im Stadtbereich wenig problematisch, da kann man übers Festnetz anrufen, auf den Autobahnen stehen Notrufsäulen, die man noch in vernünftiger Zeit erreichen könnte, aber irgendwo ist immer eine Straße, bei der es keine solchen Möglichkeiten gibt.

Zwar hat die Einführung des Handys schon erhebliche Vorteile beim Informieren von Rettungskräften gebracht, aber es muss auch jemand anrufen, respektive überhaupt fähig sein anrufen zu können.

 

Und der Rückgang der Unfalltoten, trotz weit gestiegenem Verkehrsaufkommen, liegt sicher nicht nur an den immer besseren Sicherheitssystemen unsere Fahrzeuge, sondern daran, dass schon in vielen Fällen Hilfe übers Handy geholt werden kann. Aber nicht immer ist jemand zur Stelle, der für Schwerverletzte Rettung herbeiruft, weil es z.B.Nacht ist oder menschenleer.

Ecall basiert auf der einheitlichen europäischen Notfallnummer 112. Nach einem schweren Unfall – egal wo in Europa – sollen mit eCall ausgestattete Fahrzeuge automatisch die Notrufnummer anwählen und einen Notruf absetzen. Ausgestattet mit einem GPS—Empfänger und eigener SIM-Karte übermittelt das Fahrzeug die wichtigen Unfalldaten und den Standort. Das funktioniert auch, wenn im Fahrzeug niemand mehr ansprechbar ist.

Auslösend wäre dann z.B. der Airbagsensor.

Vorteile wären die Rettung von Menschenleben und Schwerverletzte mit geringeren Folgeschäden durch schnellere Versorgung, auch die Bildung von Staus mit den dazugehörenden Unfallrisiken durch schnellere „Abarbeitung eines Unfalls“ wäre gemindert.

 

In der Praxis funktioniert eCall, wie ein Test der BMW zusammen mit dem Roten Kreuz zeigt. Allerdings müssen dafür nicht nur die Fahrzeuge ausgerüstet sein, sondern auch alle Notrufzentralen. Allerdings ist damit auch ein erheblicher finanzieller Aufwand vor allem für Bund, Länder und Kommunen verbunden. Ob das eventuell der fristgerechten Einführung von eCall entgegensteht, wird die nähere Zukunft zeigen. Im Interesse der Autofahrer wäre dies sicher nicht.




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