Die Roaminggebühren nun auch für den Datenverkehr und SMS
Die Roaminggebühren nun auch für den Datenverkehr und SMS hat die EU-Medienkommissarin Viviane Reding ins Auge gefasst. Ihrer Meinung nach sind die Roaminggebühren für SMS und Datenübertragung noch zu hoch und behindern damit den internationalen Datenverkehr.
Bei den Datengebühren könne die Industrie jetzt beweisen, dass sie solche Sachen auch selbst regeln können. Ansonsten müsste die EU-Kommission einschreiten.
Sie forderte Politik, Wirtschaft und Verbände auf, bis zum 2. Juli diesen Jahres Eingaben über die Preissituation den den 27 Mitgliedsstaaten zu machen. Nach Eingang der Informationen will die Kommission beraten, ob ein Eingreifen wegen Überteuerung erforderlich ist.
Die Kommission hatte bereits beklagt, dass nach ihrer Auffassung die Roaminggebühren für die Einwahl in Datendienste und SMS vom Ausland aus noch immer zu hoch sind.
Solche Gebühren fallen an, wenn sich Nutzer von Mobiltelefonen und Datenkarten sich im Ausland ins Netz einwählen. Die Unternehmen berechnen sich dann gegenseitig Gebühren.
Seit vergangenem Jahr sind die Roaminggebühren für das Telefonieren mit dem Mobiltelefon im Ausland neu geregelt. So dürfen seit 30. Juni 2006 für im Ausland ankommende Gespräche maximal noch 24 Cent und für ins Ausland abgehende Gespräche nur noch 49 Cent verrechnet werden (zu diesen Preisen kommt jeweils noch die gültige Mehrwertsteuer hinzu). Weitere Senkungen der Roaminggebühren sind bereits
festgeschrieben. So fallen dann die Tarife nach einem Jahr für im Ausland ankommende Gespräche auf 22 Cent und nach einem weiteren Jahr auf 19 Cent, analog gilt für abgehende Telefonate die Obergrenze von 46 Cent und dann von 43 Cent.