E-Plus
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1992 wurde die E-Plus Mobilfunk GmbH gegründet und erhielt 1993 eine Mobilfunklizenz für das Netz DCS-1800 (heute GSM-1800), das E1-Netz. Als Lizenznehmer fungierte ein Konsortium um E-Plus, dessen Hauptgesellschafter die Veba Telecom/RWE, Thyssen und Bell South waren
E-Plus gehört seit 2000 zum niederländischen KPM-Konzern und ist mit über 17 Millionen Kunden der drittgrößte Mobilfunkanbieter in Deutschland.
E-Plus ist in die Bereiche Mobilfunk in Düsseldorf und Service in Potsdam aufgeteilt.
Die E-Plus Mobilfunk GmbH & Co. KG betreibt die technische Netzinfrastruktur und ist gleichzeitig die Konzernobergesellschaft, während die E-Plus Service GmbH & Co. KG in der Funktion des Service Providers die Betreuung der Kunden übernommen hat.
Zusätzlich zur Premiummarke E-Plus benutzt das Unternehmen zusätzlich auch die Marke Base und vermarktet damit Flatrate-Tarife. Zudem ist E-Plus Eigentümerin der Marke Simyo, eines Mobilfunk-Discounters.
Die E-Plus Mobilfunk betreibt imgesamten Bundesgebiet flächendeckend Mobilfunknetze soowohl im EGSM-900-, als auch im GSM-1800- und UMTS-Standard. Das GSM-Netz ist seit 1994 in Betrieb. Seit Ende 2007 befanden sich fast 18.000 GSM-Basisstationen und annähernd 6.000 UMTS-Basisstationen eingeschlossen Mobilfunkrepeater in Betrieb.
Zusätzlich erfolgt der Aufbau eines neuen UMTS-Netzes.
Neben den normalerweise gewählten Standorten mittlerer Höhe, wie beispielsweise kleinere Masten und Hausdächern, kommen nun auch die so genannten „Ultra High Sites“ zum Einsatz. Hier werden hohe Antennenstandorte verwendet, teilweise mehr als 100 Meter hoch, beispielsweise auf Fernsehtürmen oder hohen Schornsteinen. Dies ermöglicht die Versorgung größerer Flächen mit niedrigeren Investitionen. Allerdings verringert sich dadurch auch die Netzkapazität, da trotz der größeren Fläche immer noch die gleiche Anzahl der zeitgleich verfügbaren Kanäle bleibt.
Im UMTS-Netz verwendet man teilweise die Technik des früheren Netzes von Mobilcom, die den Ausbau noch vor der Inbetriebnahme stoppen mussten. E-Plus kaufte einen Großteil der Technik von Mobilcom.
Seit 2006 baut das E-Plus auch Basisstationen im EGSM-900-MHz-Standard auf oder vorhandene GSM-1800-MHz-Stationen zu E-GSM-900/GSM-1800-Dualband-Standorten um. Diese Frequenzen wurden den Netzbetreibern E-Plus und auch O2 von der Bundesnetzagentur zugewiesen, damit auch ländliche Gebiete besser versorgt werden können und der Empfang innerhalb von Gebäuden verbessert wird. Das soll eine technische Gleichstellung dieser bisher nur auf 1800 Mhz sendenden Netzbetreiber bringen. Seit 1998 hergestellten Mobiltelefone können die GSM-Erweiterungsbänder EGSM nutzen, aber ältere GSM-900-Mobiltelefone nicht.
Das GSM-Netz unterstützt den Dienst HSCSD für schnelleren Datentransfer durch Kanalbündelung. Daneben bietet E-Plus auch GPRS-Dienste an. HSDPA, der UMTS-Datendienst ist seit Januar 2008 in Planung und befindet sich derzeit an einigen Stellen im Testbetrieb.
Seit einigen Jahren verfolgt E-Plus eine so Strategie am Mobilfunkmarkt, die eine Konzentration des Angebots auf besonders häufig nachgefragte Dienste beinhaltet, die zu vergleichsweise niedrigen Preisen angeboten werden können. Andere, eventuell innovativere Produkte werden erst dann mit angeboten, wenn sie nach ihrer Einführung bei Mitbewerbern erfolgreich sind und somit absehbar wird, dass sich eventuelle Investitionen rentieren werden.
Diese Marketingstrategie von E-Plus ermöglicht es, mit den dadurch günstigeren Tarifen im Bereich der Mobiltelefonie, eine Preisführerschaft in diesem Bereich anzustreben.
Aktuell wird das UMTS-Netz beschleunigt ausgebaut, damit neue Gebiete versorgt werden können und die Kapazitäten erweitert wird. Auch wird das GSM-Netz deutschlandweit auf E-GSM erweitert, wodurch sich die Netzabdeckung nun bei weitem verbessert hat.
E-Plus bietet zu den Verträgen auch nahezu alle Handys an, die auf dem Markt sind.
